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Wer ist Jesus? In welcher Beziehung steht er zu Gott? Er hat einmal behauptet: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.“ (Johannesevangelium 14,9) Damit – und mit seinem gesamten Leben – setzt sich Jesus in Gegensatz zu den anderen Religionen aller Zeiten. Diese gehen meistens von sehr nahen, sehr menschlichen Göttern aus, die allerdings nur begrenzten Einfluss haben, oder sie betonen die Heiligkeit und Macht ihrer Götter, die damit allerdings immer etwas fern sind. Religion bedeutet in diesem Fall die gesamte menschliche Anstrengung, diese Distanz zu überbrücken: durch Gebete, fromme Leistung etc.

Begegnung auf Augenhöhe

Ganz anders bei Jesus. Der christliche Gott schickt weder ein heiliges Buch auf die Welt, das alles erklärt, was wir wissen müssen – das ist nicht das Selbstverständnis der Bibel –, noch irgendwelche Gedanken, Erkenntnisse oder strahlende Lichtgestalten als Boten. Nein, er macht sich selbst auf den Weg, wird einer von uns mit Haut und Haaren, um uns auf Augenhöhe zu begegnen.

Suche nach Vertrauen

Wenn das so stimmt, dann hat sich Gott damit philosophisch gesehen in eine Sackgasse manövriert: Als allmächtiger Gott könnte er nicht in unsere begrenzte Wirklichkeit kommen, ohne sie zu sprengen, weil seine Unendlichkeit in unserer begrenzten Welt einfach keinen Platz hätte. Kommunikation wäre nicht möglich. Als Gott, der sich selbst begrenzt, um uns Menschen zu begegnen, wäre Kommunikation möglich – aber der Beweis für seine Göttlichkeit würde fehlen. Offensichtlich ist er genau diesen Weg gegangen und wirbt seitdem um unser Vertrauen.

Dabei spielt Jesus nicht nur ein bisschen Mensch, er ist es. Und gleichzeitig behauptet er, Gott zu sein. Wirklich erklärbar ist das nicht. Aber der britische Literaturwissenschaftler und bekennende Christ C.S. Lewis zeigte, dass dieser Anspruch trotzdem nicht unlogisch ist – sein „Trilemma“ ist ein interessantes Gedankenexperiment.

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